Engin Iktir

Thorwald Dethlefsen

Wie alles begann

Thorwald Dethlefsen war ein brillanter Denker, Esoteriker und Redner. In den 1970er-Jahren entwickelte er eine neue-alte Methode, mit der er aus der Vorstellung von Reinkarnation, der Wiedergeburt in aufeinanderfolgenden Leben, eine wirkungsvolle Therapieform schuf. Obwohl er zunächst mit Hypnose arbeitete, war diese später nicht mehr notwendig. Ebenso wenig war es erforderlich, an frühere Leben zu glauben - die Therapie wirkte unabhängig davon. Aus historischen Gründen blieb jedoch der Name Reinkarnationstherapie bestehen.

Reinkarnationstherapie – ohne Glauben, aber mit großer Wirkung

Thorwald Dethlefsen legte die weltanschaulichen Grundlagen für diese Form der therapeutischen Arbeit. In diesem Zusammenhang ist vor allem sein grundlegendes Buch „Schicksal als Chance“ zu nennen. Er selbst war jedoch kein großer therapeutischer Praktiker. Die konkrete therapeutische Arbeit überließ er bewusst dem Therapeutenteam um ihn herum.

Wer die therapeutische Arbeit getragen hat

Zu diesem Team gehörten Dr. Rüdiger Dahlke, Nikolaus Klein und Matthias Wendel.
Matthias Wendel übernahm die Ausbildung zum Reinkarnationstherapeuten und entwickelte die Reinkarnationstherapie in der therapeutischen Praxis wesentlich weiter. Nikolaus Klein widmete sich vor allem der Astrologie. Dr. Rüdiger Dahlke schrieb gemeinsam mit Thorwald Dethlefsen das Buch „Krankheit als Weg“  und wandte sich in den folgenden Jahren verstärkt dem Thema gesunde Ernährung zu, unter anderem mit dem Konzept Peacefood.

Warum Theorie allein nicht ausreicht

An dem später erschienenen Buch „Krankheit als Symbol“ wollte Thorwald Dethlefsen ausdrücklich nicht beteiligt sein. Er missbilligte den Versuch, seelische Themen in Form eines Kompendiums festzuhalten. Nach seinem Verständnis lässt sich das Seelische hinter Körpersymptomen nicht über den Verstand erfassen. Entscheidend für die Bearbeitung des zugrunde liegenden Themas ist vielmehr der praktische, erfahrungsbezogene Lernschritt des Patienten - ein innerer Prozess, der Wandlung und Heilung ermöglicht.

Spiritualität – Herz statt Ritual

Anfang der 1990er-Jahre wandte sich Thorwald Dethlefsen einem scheinbar anderen Weg zu, den er „Kawanna – Kirche des neuen Äon“ nannte. Dies geschah sehr zum Befremden vieler Therapeuten, die zuvor mit ihm gearbeitet hatten. Mit zeitlichem Abstand lassen sich seine religiösen Anliegen besser nachvollziehen, auch wenn sie nicht von allen geteilt werden. Spiritualität hat für mich vor allem mit Herz zu tun und weniger mit Ritual, auch wenn sich beides nicht grundsätzlich ausschließen muss.

Wie diese Arbeit heute weitergeführt wird

Kurz gesagt:
Thorwald Dethlefsen zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und verstarb am 1. Dezember 2010 in Wien. Die Weiterentwicklung seiner Arbeit steht heute in meiner Praxis und im von mir geleiteten Zentrum zur Verfügung. Ich, Engin Iktir, arbeite seit 2006 als Reinkarnationstherapeut in dieser Linie und führe den von Thorwald Dethlefsen begründeten und durch Matthias Wendel weiterentwickelten Ansatz in Einzeltherapie, Seminaren und in der Ausbildung zum Reinkarnationstherapeuten fort.

Als Ergänzung zu Schicksal als Chance möchte ich zudem das Buch „Maskenball der Seele“ empfehlen.

Häufige Fragen zu Thorwald Dethlefsen und der Reinkarnationstherapie

Wer war Thorwald Dethlefsen?
Thorwald Dethlefsen war ein Diplompsychologe, Esoteriker und Autor, der in den 1970er-Jahren die weltanschaulichen Grundlagen für die Reinkarnationstherapie gelegt hat. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch Schicksal als Chance.

Was verstand Thorwald Dethlefsen unter Reinkarnationstherapie?
Für ihn ging es nicht um den Glauben an frühere Leben, sondern um einen erfahrungsorientierten therapeutischen Prozess. Die Bilder früherer Leben dienten als Ausdruck innerer seelischer Themen, die im heutigen Leben wirksam sind.

War Thorwald Dethlefsen selbst Therapeut?
Thorwald Dethlefsen therapierte selbst selten. Die therapeutische Arbeit überließ er einem Team von Therapeuten, darunter Matthias Wendel, Rüdiger Dahlke und Nikolaus Klein.

Gibt es die Reinkarnationstherapie nach Thorwald Dethlefsen heute noch?
In ihrer ursprünglichen Form wird sie heute nicht mehr praktiziert. Die therapeutische Weiterentwicklung dieser Arbeit wird jedoch von Engin Iktir fortgeführt.

Wo wird diese Form der Reinkarnationstherapie heute angeboten?
Die Reinkarnationstherapie in der von Thorwald Dethlefsen begründeten und von Matthias Wendel weiterentwickelten Linie wird heute im Frankfurter Zentrum für Reinkarnationstherapie angeboten.

Autorenbox

Engin Iktir Leiter des Frankfurter Zentrums für Reinkarnationstherapie Direkte Linie der Münchener Schule nach Thorwald Dethlefsen und Mathias Wendel

Seit über zwanzig Jahren begleite ich Menschen in intensiven Prozessen der Schattenarbeit. Mehr als 15.000 Stunden Erfahrung mit inneren Bildern und tiefenpsychologischen Bewegungen prägen meine Arbeit. Ich arbeite klar, direkt und erfahrungsbasiert – ohne Modelle, ohne Suggestion und mit offenem Herzen.

Praxisstandort: Frankfurt am Main